Noch nicht im Handel, aber etwas worauf man schon mal ein Auge werfen könnte. In den vergangenen Wochen bot sich die Gelegenheit eine Hardshell zu testen, die dieses Jahr auf der OutDoor am Stand von der englischen Marke Berghaus vorgestellt wurde.

Oft stellt man sich in den Outdoorshops die Frage, was kann die Hardshell mehr als die andere, was ist das Besondere worin sich Hardshells unterscheiden können und natürlich die große Frage warum umbedingt diese Regenjacke?

Die Berghaus Mount Asgard Smock ist wie der Name schon verrät eine Schlupfjacke der gleichnamigen Mount Asgard Jacke. Wer sich mit einem halben Reissverschluss nicht anfreunden kann, so bietet die Asgard Jacke die gleichen Eigenschaften wie die Smock nur mit einem durchgehenden Reissverschluss. Eine Produktvorstellung zur Asgard Smock gibt es bereits auf HikingGear, widmen wir uns nun den Testergebnissen und den Toureindrücken zu der Jacke aus der Mount Asgard Extrem Reihe.

Eindrücke

Das Besondere ist unschwer zu erkennen der kurze Reissverschluss an der Berghaus Jacke. Im Alltag trägt man oft genug normale Jacken, auf Tour in den Bergen und auf Wanderpfaden möchte man jedoch auch mal die ein oder andere Abweichung. Ähnlich dem, man geht auf Tour um die Natur zu entdecken und dem Alltag in der Stadt zu entfliehen, bietet so eine Smock ein anderes Tourgefühl. Bei Regen oder starkem Wind einfach überstreifen und wohlfühlen.

Wasserdichte Reissverschlüsse wie man sie inzwischen bei nahezu jeder Jacke vorfindet, bieten einige Vorteile, nach einiger Zeit ist das Einfädeln aber oft ein Fummelkram. Mit dem kurzen Reissverschluss an der Mount Asgard Smock entfällt jedoch das Einfädeln und somit auch die Situation, wo man den Reissverschluss im plötzlich auftretenden Sturzregen ins System fummeln muss. Zeitersparnis und trocken bleiben sind nun selbstverständlich.

Eine weitere Besonderheit ist das Gewicht der Jacke. Leichter geht es zwar mit der Montane eVent Spektr Smock, wer jedoch auf einen Reissverschluss und Einstellbarkeiten von Kapuze, Saum und Ärmelbund nicht verzichten mag ist bei der Berghaus Mount Asgard Smock gut aufgehoben. Getestet auf Wintertouren, wo man die Handschuhe schon mal desöfteren an und ausziehen muss, ist die Berghaus Jacke die bessere Wahl, denn mit dem Klettverschluss am Ärmel kann man den Ärmel immer wieder über die Handschuhe streifen und fixieren. Hat man an einer Jacke nur ein Gummizug, so ist dies umständlicher. Nachteil beim Klettverschluss ist jedoch, dass man bei Schnee und Eis aufpassen muss, dass sich das nicht im Klett verfängt und so der Klettverschluss nicht richtig schließt.

Nicht nur im Bereich Einstellbarkeit ist die Jacke gut ausgestattet, sondern auch in weiteren Details optimal für das Klettern und sportliche Aktiviäten. Für gute Bewegungsfreiheit unter den Armen sorgen diamantförmige Stretcheinsätze, die auch Bewegungen der Arme nach oben und zu den Seiten folgen, ohne das dabei die Ärmel nach unten rutschen oder den Bewegungsspielraum einengen. Beim Tragen eines Rucksack oder beim Laufen wird man diese Bewegungsfreiheit jedoch genauso schätzen wie beim Klettern. Im Design- und Entwickungsprozess flossen so z.B. die Erfahrungen mehrerer Sportler ein, die die  Mt.Asgard Serie auf diversen Touren ausgiebig testen konnten.

Konstruiert mit Gore-tex ProShell ist die Hardshell nahezu unverwüstlich. Während der Touren war das Körperklima stets angenehm und auch durch den kurzen RV gut regelbar. Große Belüftungstaschen vermisst man zumindestens nicht. Bekannter Fehler ist aber immer der, dass man sich zu warm anzieht. So anziehen, dass man zu Beginn nicht „zittert“ und man schwitzt auch nicht so leicht in Gore-Tex.

Auf Taschen verzichtet man bis auf eine Napoleontasche vollkommen. Ein großer Verlust ist dies jedoch nicht, denn eine Smock ist schon stark an einen Pullover orientiert und jede Tasche oder anderer SchnickSchnack würde unnötig mehr wiegen und das „Flair“ zerstören. Während der Touren konnte man aber Kleinkram wie GPS-Gerät, Powerriegel usw. verstauen und hatte es stets griffbereit. Wozu also noch mehr Taschen an einer Jacke?

Sehr gut gefallen konnte aber auch die Kapuze. Wie es sich für eine Hardshell gehört, bietet die  Berghaus Asgard Smock einen sehr guten Wetterschutz. Der Kragen geht sehr hoch und verdeckt je nach Einstellung weite Teile des Gesichts. Mit einer Fronteinstellung und guter Einstellbarkeit kann man das Volumen der Kapuze einhändig bedienen und an seine Kopfform und Vorlieben anpassen. Gewöhnungsbedürftig ist jedoch erst einmal, dass der „Tanka“ im Stoff vernäht ist und so man in der Regel erst einmal alles ertastet. Nach einiger Zeit hat man den „kniff“ aber raus und kann die Kapuze wie gewohnt gut einstellen.

Fazit

Mit der Berghaus Mount Asgard Smock hat man eine sehr gute Jacke bei einem geringen Gewicht, wie es die Leichtgewichtswanderer lieben. Es gibt natürlich auch noch leichtere Jacken, aber die Berghaus Mount Asgard Smock ist die wohl leichteste Dreilagen-Hardshell ohne zu viele Kompromisse eingehen zu müssen.

Im Outdooreinsatz im Herbst und Winter konnte die Jacke auf Touren überzeugen, nicht allein durch das ungewohnte „Smock“-Flair. Aufpassen sollte man jedoch, dass man sich nicht zu sehr an eine Smock gewöhnt und diese nun nur noch im Alltag tragen möchte.

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