The North Face Meso 22 – 1840 g leichtes Zweipersonenzelt

16. März 2010 0 Von Redaktion | HikingGear.de

Man ist ja immer auf der Suche nach neuer Ausrüstung. Artikel, die die alten Sachen ersetzen, weil sie verbraucht oder defekt sind, aber auch weil sie „zu viel“ wiegen, wobei das immer der Grund ist, der für so manche hitzige Diskussionen sorgt.

Angeschaut haben wir uns vor einiger Zeit bei Globetrotter das Meso 22 von der Firma The North Face. Anhand des Zeltnamens sieht man schon, es handelt sich um ein Zweipersonenzelt, denn die erste Zahl des Päarchens sagt stets aus, für wieviele Personen das Zelt ist. Siehe z.B.

The North Face Minibus 33 => Dreipersonenzelt

The North Face Mica 12 => Einpersonenzelt

oder eben The North Face Meso 22 => Zweipersonenzelt

Ein Kuppelzelt ist an sich nichts Besonderes, auch das Meso 22 löst von außen auf dem ersten Blick kein „Wow-Effekt“ aus. Das ist aber falsch, denn gemäß „Harte Schale, weicher Kern“ verstecken sich unter dem „Citronella Green“ Außenzelt einige interessante Features.

Innenzelt Meso 22 - Bild: The North Face

Innenzelt Meso 22 - Bild: The North Face

Ein DAC Featherlight NSL-Gestänge sorgt für das Gerüst bei geringem Gewicht. Wie bei vielen anderen Zelte hilft ein komplett farbcodiertes Zeltfixierungssystem beim Aufbau. Die Besonderheit beim Meso 22 zeigt sich erst, wenn man das Innenzelt allein anschaut, denn statt zwei Stangen, die sich zweimal kreuzen gibt es hier eine andere Interpretation von einer perfekten Gestängeanordnung. Das zweite Gestänge kreuzt das erste und endet über der Apsis.

Bild: The North Face

Bild: The North Face

Das dritte Gestänge fängt einige cm weiter über der Apsis an und kreuzt wieder das erste Gestänge. aber Das ultraleichte Twist Clip-Zeltfixierungssystem hält das Innenzelt auf Spannung und das Gestänge des Meso 22 in der richtigen Form. An den Stangenenden befinden sich Ball Cap-Clips. Sogenannte Jake’s Foot-Steckvorrichtungen spannen den Stoff an den Ecken des Zeltbodens.

Zwei große Vorzelte mit zwei großen D-Eingängen bieten Verstaumöglichkeiten der Ausrüstung in der jeweiligen Apsis und stets einen schnellen Ausgang, wenn man nachts mal raus muss.

Das Innenzelt machte einen guten Eindruck, wobei mir das Belüftungssystem für den oberen und unteren Zeltbereich zur Konvektion und Querströmung nicht wirklich ins Auge gestoßen ist. Die Taschen an der Zeltdecke gefelen mir auch schon beim Salewa Micra. Die Taschen bieten Verstaumöglichkeiten von allerlei Kleinkram wie Taschenmesser, Stirnlampen, Feuerzeug usw.

Material

Gewebe: Innenzelt: 40D 210T Nylon-Ripstop, Außenzelt: Silikonisiertes 40 D 238T-Nylon mit 1500 mm-PU-Beschichtung, Boden: 70D 210T Nylon-Taffeta mit 5000 mm-PU-Beschichtung

Gewicht laut Globetrotter: 1700 g, Webangabe 1840 g

Fazit:

Die MSR Zelte sind ja bereits bekannt als Ultralight Zelte, nun kann man auch mal eins von The North Face präsentieren.

Das Gestänge schaut interessant aus, wobei ich da auf Erfahrungswerte in der Praxis gespannt bin.