Produkttest: Berghaus Paldor Peak GoreTex Paclite Hardshell

Produkttest: Berghaus Paldor Peak GoreTex Paclite Hardshell

11. September 2010 3 Von Redaktion | HikingGear.de

Schüttet es wie aus Eimern, so sucht man Schutz im nächsten Haus, in der nächsten Hütte oder wenn es kein Gewitter gibt unterm erst besten Baum.

Was macht man jedoch bei „Outdoor“-Aktivitäten, wo man ständig „Draußen“ ist?

Man sucht sich eine vernünftige Regenjacke und verhält sich ziemlich unbeeindruckt vom schlechten Wetter.

Seit einem Jahr testet Steffi nun auf diversen Touren die Paldor Peak der Marke Berghaus. Nach den Tagen in Schweden mit sehr wechselhaften Bedingungen von Regen bis Schnee hatte man nun auch alle Wetterbedingungen zusammen, die man bei einer Hardshell erleben kann.

Den ersten Eindruck haben wir noch im NRWStud-Blog niedergeschrieben, den Ihr hier findet.

Ist man anfangs vielleicht noch nicht sehr wählerisch, so entwickeln sich im Laufe der Jahre diverse Punkte, die für einen selbst sehr wichtig sind. Im konkreten Beispiel Hardshell wären dies:

  • die Kapuze, die leicht einstellbar sein sollte und nicht behindert,
  • das Handling, wie man z.B. die Jacke einstellen kann,
  • das was man selbst laienhaft als Wasserdichtigkeit bezeichnen würde, wie z.B. die Zeit, in der man die Jacke tragen kann, bis man selbst in einer Hardshell durch Regen (nicht Schweiß) nass wird und sie spürbar dem Niederschlag nachgibt.

Die Kapuze der Berghaus Paldor Peak ist optimal durch Kordeln einstellbar und auch ohne einen Metalldraht im Schirm recht steif. Auf den Touren hatte man die Möglichkeit den Kopf nach rechts und links zu drehen, ohne dass die Kapuze die Sicht behindert hat. Gerade auf längeren Regenetappen wird man bei Gebrauch von schlechten Regenjacken schnell beim Kauf einer neuen Hardshell auf eine gutsitzende Kapuze achten. Nun in Schweden, aber auch auf den letzten Touren behinderte die Kapuze einen nicht, sondern war verhältnismässig angenehm zu tragen und dies auch bei der recht kleinen Kopfgröße. Ein Zeichen dafür, dass man das Volumen der Kapuze bei der Paldor Peak gut verringern konnte.

Beim Handling gibt es leichte aber zu übersehende Abstriche, denn wie auch beim ersten Eindruck erweist sich die Möglichkeit des Aufrollens der Kapuze als unnötiges Gimmick, was unnötig Zeit kostet, wenn man die Kapuze selber ausrollen muss. Die Druckknöpfe sollten für den schnelleren Gebrauch einem Klettverschluss weichen, denn beim Rucksacktragen ist meist ein Drucknopf übersehen bzw. nicht gefühlt worden. Auf Touren mit dem Rucksack bietet es sich aber ohnehin an, die Kapuze nicht einzurollen, wodurch diese Funktion des Aufrollens wohl eher im reinen Stadtgebrauch sinnvoll ist. Die Einstellung der Kapuze war wie schon gesagt sehr einfach, der Rest, wie z.B. das Einstellen des Ärmelbunds oder das Erreichen der Taschen war jedoch perfekt und ging ebenfalls sehr gut beim Einsatz von Handschuhen.

Unter Wasserdichtigkeit kann man ins wissenschaftliche abdriften und auf Membran, Wassersäule usw. hinweisen. Der Volksmund kennt jedoch nur wasserdicht in Form von „Man blieb trocken“ oder „Man wurde auch in einer Regenjacke nass“. Zum wissenschaftlichen Bereich kann man lediglich sagen, dass GoreTex in all seiner Form bislang noch keinen Grund der Beanstandung geliefert hat und Paclite oderProShell bislang jeden Regen getrotzt hat bzw. man eher durch den eigenen Schweiß feucht wurde.

In Lappland boten sich gleich zwei ideale Testbedingungen für die Berghaus Paldor Peak, denn zum einen hatte man eine 22 km lange Etappe mit Dauerregen und schönen Anstiegen zu bewältigen und zum anderen ergiebigen Schneefall mit ebenfalls pausenlosen Regen in tiefen Lagen über die jeweiligen Tage. Während andere Beschichtungs- oder Membranformen nach der Zeit versagt haben, ist man in der Berghaus Paldor Peak bis zum Etappenziel trocken geblieben. 

Als Ergebnis lässt sich nur eine Produktempfehlung verkünden, denn bis auf das Aufrollen der Kapuze gab es keinen Grund der Beanstandung. Wer also eine etwas längere Hardshell sucht, der ist mit der Berghaus Paldor Peak gut beraten.

Berghaus gibt es u.a. bei

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