Produkttest: Columbia Shimmer Me Timbers – Kunstfaserjacke mit Omni-Heat

Produkttest: Columbia Shimmer Me Timbers – Kunstfaserjacke mit Omni-Heat

3. Januar 2011 0 Von Redaktion | HikingGear.de

Winterliche Landschaften so weit das Auge reicht, gute Schneebedingungen auch in unseren Breiten und gepaart mit kalten Temperaturen, dass ist das optimale Umfeld für den Test einer Winterjacke.

Lange Zeit musste man darauf warten, dass man die Columbia Shimmer Me Timbers unter realen Bedingungen testen konnte. Auf HikingGear wurde die Jacke in Form eines ersten Eindruck vorgestellt und die Besonderheiten dargelegt.

Wenn man sich eine Jacke für Wintertouren sucht, so trifft man erst einmal die Wahl zwischen Daune und Kunstfaser. Wählt man die Kunstfaser gibt es natürlich jeweilige Vorstellungen, was an der Jacke sein muss und worauf man besonders wert legt. Die typische Wintertourenjacke war so in vielen Fällen die The North Face Redpoint Optimus, denn sie bot neben einer hochwertigen Kunstfaserfüllung auch eine Kapuze für optimalen Kälteschutz. Mit der Columbia Shimmer Me Timbers rückt nun ein würdiger Nachfolger in den Fokus.

Testeindrücke

Getestet wurde die Jacke nun auf mehreren Wintertouren mit und ohne Rucksack, beim Schneeschuhgehen und beim Trekking. Gemeinsam war bei jeder Unternehmung, dass die Winterjacke überzeugen konnte.

Wie im vorherigen Artikel bereits hingewiesen, besteht die Isolierung nicht nur aus einer klassischen Kunstfaserfüllung, sondern auch noch aus Omni-Heat. Die von Columbia entwickelte Omni-Heat-Thermoisolierung bietet die branchenweit beste Wärmespeicherung und hält als Kunstfaser – im Gegensatz zu Daunen – auch im nassen Zustand noch warm. Im Gebrauch auf Trekkingtouren bietet das thermoreflektierende Omni-Heat-Futter jedoch noch einen weiteren Vorteil, denn es sorgt für Wärme ohne zusätzliches Gewicht. Besonders wenn die Ausrüstung auf Trekkingtouren nicht viel wiegen sollte, wäre die Columbia Jacke eine gute Option. Im Praxiseinsatz mit einem  Icebreaker Merino Longsleeve in der „Stärke“ 200 und bei Temperaturen von ~ -10°C war die Jacke rein subjektiv empfunden nicht annähernd zu kalt.

Neben der leichten Wärme bietet die Jacke auch eine hervorragende Passform für sportliche Unternehmungen. Beim Schneeschuhgehen, wo man mit Rucksack auf dem Rücken und Stockeinsatz viel in Bewegung ist, macht die Jacke jede dieser Abläufe mit, liegt aber auch in Pausen gut an und bietet Wärmeverlust keine Chance. Für Bergtouren oder auch in einer anderen Farbe im Alltag wird sie aber ebenfalls gute Dienste verrichten.

Neben demKälteschutz schützt Columbia Shimmer Me Timbers Jacke mit verstärkt wasserabweisendem Omni-Shield® vor der Nässe.  Tropfen perlen auf dem Oberstoff im Test gut ab.

Im Gegensatz zur The North Face Jacke ist die Columbia im Bereich der Kapuze vollwertiger. Den Sitz der Kapuze kann man über die Schnürung an der Kragenvorderseite und dem mittleren Rücken anpassen und sich so besser vor schlechtem Wetter schützen.

Uns persönlich besser gefällt die bei der Columbia Shimmer Me Timbers innenliegende Sicherheitsinnentasche, die sich ideal zum Verstauen von GPS-Geräte, dem Handy oder anderen Kleinteilen anbietet.

Die beiden Fronttaschen der Columbia Jacke sind ebenfalls mit Microfleece gefüttert und wärmen somit auch den Inhalt besser, als bei anderen Jacken.

Einzig den Abschluss am Ärmelbund  hätte man nach unserem Empfinden statt mit einem elastischen Bund besser  mit einem Kletterverschluss lösen können. Vorteil wäre hier, dass man beim Blick auf die Uhr, die Handschuhe wieder unter die Jacke bekommt. Nachteil wäre, dass Klett leider auch bei Schnee und Eis versagen kann.

Fazit der Redaktion

Mit der Columbia Shimmer Me Timber hat der Tourengeher einen würdigen Nachfolger für den Klassiker. Bei gleicher Kunstfasermenge als Füllung ist die Columbia Jacke durch die reflektierende Omni-Heat Isolierung wärmer, wodurch man das minimale Mehrgewicht von vielleicht 20 bis 30 Gramm im Vergleich zur TNF verschmerzen kann.

Die bessere Kapuze macht die Columbia Jacke aber auch vollwertiger für Wintertouren, denn hier lässt sich mühelos auch mit Handschuhen die Kapuze einstellen. Sicherlich eine Frage auch der Vorliebe ob einem ein elastisches Band reicht oder man eher zum Schnürrzug tendiert.