SealSkinz MID WEIGHT, MID LENGTH SOCKS – wasserdichte Socken mit Merinowolle

SealSkinz MID WEIGHT, MID LENGTH SOCKS – wasserdichte Socken mit Merinowolle

7. März 2012 0 Von Redaktion | HikingGear.de

Wenn die nächste Tour in Skandinavien ansteht oder wie bei uns nun die nächste Tour in Schottland geplant ist, macht man sich natürlich in erster Linie Gedanken welche Bekleidung kommt mit, reicht der Schlafsack oder ist die Isomatte nicht zu schwer? Eine Fragestellung kommt in der Regel jedoch immer zu kurz, denn dort im weiten Norden gibt es immer mal wieder die Situation wo man Furten muss. Gewässer gibt es zum Teil wie Sand am Meer, über den ein oder anderen Bach kann man vielleicht noch springen oder beherzt durchlaufen, aber was trägt man, wenn der Bach dann doch zu tief ist?  Man selbst hat das Thema eigentlich immer vernachlässigt, Crocs baumelten zwar immer am Rucksack, jedoch war manmeist froh, wenn man einige seichte Passage gefunden hat. Nun in Schottland wird man leider nicht dieses Glück haben und so kam es sehr gelegen, dass man auf der ispo bzw. auf der OutDoor die Marke SealSkinz entdecken konnte.

Die Marke aus England bietet ein sehr interessantes Konzept für Trekking-, Berg- oder Radtouren an. Eine klassische Neoprensocke kennt sicherlich jeder von uns, selbst diejenigen, die keinen Wassersport praktizieren. Rein optisch schauen sie sehr starr und unbequem aus. Von weitem sieht man auch direkt die Tatsache, dass es eine Neoprensocke ist. Lange Trekkingtouren in einer Neoprensocke ist rein vom Eindruck, sie sei unbequem und zu starr eine Utopie, vielmehr wird man auf langen Touren zu seinen bequemen Wander- bzw. Trekkingsocken greifen und die Touren darin laufen. Bei SealSkinz gibt es laienhaft ausgedrückt eine Vermischung der Vorteile beider Sockenarten ohne hierbei die Nachteile zu übernehmen. Statt Neopren besitzen die Socken und Handschuhe wohl eine wasserdichte Membran, die kombiniert mit Merinowolle für ein sehr gutes Tragegefühl sorgt. Minimal fester als Trekkingsocken, dafür deutlich bequemer als Neoprensocken bieten die SealSkinz Socken ein sehr gutes Potential für verschiedene Einsätze.

Furten

Die SealSkinz Socken gibt es in verschiedenen Höhen und Klassen. Wer kurze Socken zum Radfahren oder in Laufschuhen braucht, bekommt diese genauso wie derjenige, der Kniehohe Socken in seinen Trekkingschuhen trägt. Insofern hat man für jeden Wunsch nach Höhe das richtige Modell. Hat man eher Bewegungsintensive Sportarten vor, so kann man auch schwächere „Thermal-Rating“ Klassen nehmen und so zu warme Füße vermeiden. Für diejenigen, die z.B. beim Angeln die ganze Zeit im Wasser stehen, für die gibt es auch dickere Socken in Klasse 4, die zugleich die höchste Wärmeklasse ist.  Das Sortiment ist nicht nur breit gefächert in den jeweiligen Sockenarten, sondern bietet eben auch die Auswahl in verschiedene Thermal-Ratings.

Nicht nur für das Furten haben wir uns für die „MID WEIGHT, MID LENGTH SOCKS with Merino wool“ entschieden. Sie passen bei unserer Tour in Schottland sehr gut ins Konzept, denn wir werden auf dieser überwiegend in speziellen Trailrunning-Schuhen unterwegs sein, die selber nicht wasserdicht, aber sehr hydrophob sind. Die Socken in den Schuhen sorgen so dafür dass die Füße dauerhaft trocken und warm bleiben. Von der Höhe der Socke hat man den halben Unterschenkel abgedeckt und diesen natürlich auch wasserdicht verpackt. Hat man beim Furten nicht gerade ein Meter tiefes Gewässer vor sich, so ist man mit den Socken sehr gut bedient.

Socke für Grammjäger

Die Höhe der Socke und eben die Einsetzbarkeit bietet zugleich den nächsten Vorteil der Socke im Bereich „Socke für Grammjäger„. Wer als Grammjäger viel mit Laufschuhen seine Touren macht, für den boten wasserdichte Halbschuhe im Herbst – Frühling immer nur eine eher ernüchternde Leistung. Man selbst nutzte hierfür meist noch Gamaschen, die eben Schnee und Wasser davon abhalten sollten, dass diese Feuchtigkeit von oben in die Schuhe gelangt. Waren wasserdichte Schuhe erst einmal von innen nass geworden, so brauchten diese sehr lange zum trocknen. Gleiches System, diesmal jedoch umgekehrt in der Konstellation wasserdichte Socke und normaler Trail-Runningschuh bietet nun die Möglichkeit das Mehrgewicht von den Gamaschen Zuhause zu lassen. Die Socken reichen noch etwas höher als die Gamasche und bietet besseren Schutz vor der Nässe. Die Schuhe können und dürfen nass werden, trocknen jedoch auch ohne Membran deutlich schneller. Die SealSkinz Socken wären also nicht nur etwas für die Situationen beim Furten, sondern eben auch für den dauerhaften Gebrauch.

SealSkinz MID WEIGHT, MID LENGTH SOCKS with Merino wool

„Welches Wetter auch kommen mag, SealSkinz Socken halten Deine Füße warm und trocken“ ein schöner Slogan zu finden bei SealSkinz was wiederum aber auch das Selbstverständnis der Marke zeigt. Die englische Marke bietet für den normalen Betrachter regelrechte Technologiewunder. Die Spreu vom Weizen trennt sich darin, dass diese Socken aus einem dreilagigen System bestehen. Außen hat man einen glatt wirkenden robusten Stoff, der etwas an Neopren erinnern könnte, dazwischen die Membran und innen der enganliegende, weiche Stoff, der den Schweiß von der Haut nach außen befördern soll. Durch die „Highly breathable“ Membran bleibt die Haut trocken und durch die Merinowolle z.B. an den Zehen und Ferse bleibt der Fuß auf Tour auch warm. Mit einem Thermal Rating von „3“ gibt es in der Theorie auch nur eine Stufe die wärmer wäre. Für Touren im Herbst bis Frühling sicherlich eine gute Wahl, für Touren in den warmen Monaten, sollte man eventuell doch die ein oder andere Klasse darunter wählen.

Wie richtige Trekkingsocken so haben auch die SealSkinz Socken elastische Einsätze z.B. am Spann und auf Höhe der Achillessehne. Das gleiche gilt auch für den nahtlosen Aufbau der Socke, denn wie auch bei anderen Trekkingsocken stört hier keine ungünstig liegende Naht beim Gehen. Der 3-lagige Aufbau der Socken zwischen Fuß und Schuhe reduziert zugleich die Reibung und sorgt damit der Blasenbildung vor.

Fazit

Unser erste Eindruck ist sehr positiv. Schon auf der ispo konnte man sich bereits von der Technolgie und Aufbau der Socken ein Bild machen. Sie wirken zwar „nur“ wie normale Trekkingsocken, sie sind aber vollkommen wasserdicht und in der Wanne war auch die Temperatur des Wassers nicht wirklich wahrnehmbar was in beiden Fällen ganz klar für die Socken sprechen. Nimmt man nun den Wanderer heraus, der bislang Gamaschen verwendet hat, der kann die Gamaschen von nun an Zuhause lassen. Rein vom Gewicht und Preis wären die SealSkinz Socken ohnehin die bessere Alternative.

Wir werden die Socken nun in den kommenden Wochen in Schottland testen und im Anschluss über die Socken wieder einen Tesbericht verfassen.