Montane Prism Jacket – Kunstfaserjacke mit Primaloft Isolierung für die kalten Tage

Montane Prism Jacket – Kunstfaserjacke mit Primaloft Isolierung für die kalten Tage

9. April 2012 0 Von Redaktion | HikingGear.de

Kalt darf es gern werden wenn man sich Besitzer der nachfolgenden Jacke nennen darf. Blickt man auf das Sortiment der englischen Marke Montane, dann haben wir dort viele Produkte die federleicht und super klein verpackbar sind. Wer kennt so z.B. nicht die Montane Featherlite Smock die so schön klein im Packmaß und damals noch unwahrscheinlich leicht war. Inzwischen gibt es zwar auch leichtere Windbreaker wie die Montane Slipstream GL, jedoch war die Featherlite lange Jahre der beliebte Klassiker unter den Softshell-Alternativen. Geht es mehr in den Isolationsbereich, so bot die Montane Fireball Smock den Grammjägern eine isolierte Alternative zur Featherlite Smock bei sehr niedrigem Gewicht. Schlupfanoraks sind jedoch nicht für jeden der Inbegriff einer Wunschjacke, daher schauen wir heute auf eine Jacke die so etwas wie der große Bruder der Fireball Smock sein könnte.

Etwas vollständiger als die Fireball Smock präsentiert sich das Montane Prism Jacket. Sicherlich immer eine Frage wann und wo setzt man so eine Kunstfaserjacke ein, ist die Prism schon eine vollwertige Winterjacke, ist sie vielleicht zu warm oder vielleicht auch zu schwach für die kalten Tage auf Tour? Wo liegt noch der Komfortbereich? Hier widmen wir uns nun erst einmal dem ersten Eindruck von der Jacke und hoffen für die kommenden Tests noch auf kalte Tage um zumindestens einen Teil der aufgeworfenen Fragen zu beantworten.

Montane Prism Jacket

Es gibt zur Fireball Smock einige Gemeinsamkeiten wenn man sich die Daten anschaut, Unterschiede wenn man sich bereits auf die Optik beschränkt. Im Gegensatz zum Smock hat das Montane Prism Jacket einen durchgehenden RV, Taschen und vorallem auch eine Kapuze. Man könnte beim Anblick der Kapuze bereits zu dem Entschluss kommen, dass die Prism mehr ist als nur eine leichte Isolationsjacke. Vielleicht hat der ein oder andere bereits Erfahrung mit Kunstfaserjacken sammeln können, es gibt hierbei eigentlich eine klare Linie, wo die Kapuzen meist nur bloße Überstreifkapuzen ohne jegliche Einstellbarkeiten sind. Wirft man nur einen Blick auf diese Kapuze so ist schon ein gravierender Unterschied zu erkennen.

Kapuze

Wahrlich kein Nachteil, aber doch sehr ungewöhnlich präsentiert Montane bei dem Prism Jacket eine vollwertige und ernstzunehmende Kapuze. Wie die Jacke, so ist auch die Kapuze isoliert und im Gegensatz zu vielen anderen Jackenmodellen ist diese Kapuze 2-fach volumenregulierbar. Über elastische Bänder vorne bzw. ein separates System am Hinterkopf kann man die Kapuze auf den eigenen Kopf mit Einhandbedienung einstellen. Durch die Drahtversteifung im Schirm bleibt das Sichtfeld auch bei sportlicher Bewegung erhalten. Unterm Strich macht die Kapuze einen außerordentlich guten Eindruck.

Materialien

Wie bereits angesprochen ist die Prism eine Kunstfaserjacke. Die Füllung der Montane Jacke besteht dabei aus PRIMALOFT® Eco 40 g. Das Eco lässt es bereits vermuten, daher hier noch mal angesprochen, besteht die Füllung aus 50% recyceltes Material. Daune oder Kunstfaser? Eine Entscheidung die einem in der Tourvorbereitung oft begegnet, bei PRIMALOFT® Eco hätte man eine Isolierung  in unschlagbaren Gewichts-/Isolationsverhältnis bei einem mit Daune vergleichbaren Packvolumen. Es ist übrigens das gleiche Isolationsmaterial wie bei der Fireball Smock. Im Gegensatz zur Fireball hat die Prism aber auch die bereits angesprochenen Taschen und da ist es interessant zu wissen, dass die Primaloft Isolierung vor und hinter den Taschen liegt. Man hat bei der Prism somit zwei doppelt isolierte RV Handwärmer-Taschen.

Wenn sie mal auf Tour zu warm sein sollte, so lässt sie sich in einer der eigenen Brusttaschen verstauen. Anders als bei den Windbreakern und Regenjacken gibt es hier keinen separaten Packbeutel.

Innen und außen schützt die Füllung PERTEX® Microlight Rip-stop. Erwähnenswert ist es vielleicht bei all den Vergleichen zur Fireball Smock, dass Montane dort PERTEX® Quantum Ripstop bzw. PERTEX® Quantum Core verwendet. Ohne nun auf die Unterschiede einzugehen, ist das Pertex Material der Prism ultraleicht, robust, winddicht und wasserabweisend.

Schnitt

Bei einer Outdoormarke wie Montane, die mit Bergsteigen, Ultratrails und Radfahren verknüpft ist erwartet man in der Regel immer einen sehr technischen Schnitt, dem ist es auch so bei der Prism, wo der Schnitt körpernah ist. Rein von der Länge ist die Jacke hinten deutlich länger als vorne. Auch hier wieder ein Beleg dafür das die Montane Kunstfaserjacke nicht nur für den Trekkingbereich vorgesehen ist, sondern eigentlich für fast alle sportliche Aktivitäten ideal ist. Ein Zeichen hierfür sind die reflektierenden Elemente aus 3M Scotchlite™, welche gerade beim winterlichen Laufen in der Dämmerung oder beim Radfahren ihren Zweck erfüllen würden. Gegen kalten Wind von vorne besitzt die Prism eine hochgeschnittene Kinnpartie mit Zippergarage und weichem Fleece auf der Innenseite.

Von der Isolierung gibt es auch keine Grenzen im Trageverhalten und eigentlich auch eher eine Frage der eigenen Vorlieben. Wer sie als solches einplant, der kann die Jacke auch bequem unter einer Hardshell tragen. Durch die ordentliche Kapuze, den Taschen usw. ist sie bei uns eher der Favorit für den Soloeinsatz als reine Außenjacke.

An den Ärmeln hat man bei der Prism elastische Armabschlüsse. Wenn man nur dünne Handschuhe trägt, dann wird man damit zufrieden sein, geht es mehr in den winterlichen Einsatz wird man wohl irgendwann Klettverschluss vermissen. Hiermit geben wir aber auch nur unseren persönlichen Eindruck wider und verweisen dabei gern auf die Anfangsfragen: wann und wo setzt man so eine Kunstfaserjacke ein…? Im Saum befindet sich noch der klassische Einhand-Kordelzug, der die Jacke nach unten hin zuverlässig abschließen lässt.

Fazit

Das Montane Prism Jacket ist eine Jacke, die man auf jedem Trip dabei haben könnte. Klein verpackt und schnell übergeworfen wenn es kalt und ungemütlich wird. Rein vom Gewicht der Jacke ist man bei einem Wert von 436 g in der Größe L. Wer es leichter mag, auf Smocks steht und auf eine Kapuze verzichten kann, der wählt die Fireball Smock. Für alle die bei ihrer Isolationsjacke nicht auf eine Kapuze verzichten wollen und die wohl nun erste ernstzunehmende Kapuze bei der Prism erblicken, werden sicherlich mit der Montane Prism glücklich.

Sobald wir unsere Touren abgespult haben und die Jacke ausgiebig testen konnten, wird es von unserer Seite noch einen Testbericht zur Isolation geben. Bis dahin konntet Ihr selber hoffentlich einen guten ersten Eindruck von der Jacke aus England gewinnen.