Exped Downmat UL 7 M – Klein, leicht und genauso warm

Exped Downmat UL 7 M – Klein, leicht und genauso warm

14. November 2012 0 Von Redaktion | HikingGear.de

Die Nächte werden kalt, dann muss auch eine Isomatte her für frostige Nächte. Wenn die Kälte sich von unten nach oben drückt, dann können die Nächte ganz schon ungemütlich und der Schlaf sehr kurz werden.

Einen Garanten für warme Isomatten findet man in Form der Firma Exped, die mit den Matten der DownMat und SynMat Reihen nicht nur für Wintertouren interessante Modelle bieten. „Leider“ hat Exped nur rechteckige Matten und keine Mumienform, mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen, im Produktangebot. Die vorliegende Exped Downmat UL 7 macht hierbei keine Ausnahmen.

Mit der Exped Downmat UL 7 hat man, so verrät es schon das „UL“, die leichtere Variante der Exped Downmat 7 vor sich. Die ultraleichte Version der DownMat bietet denselben hohen Isolationswert. Bei der gleichen Temperatur von -24°C hat man deutlich weniger Gewicht bzw. kleineres Packmass in der Hand. Das „M“ Modell kommt auf 565 g, wo die herkömmliche Variante noch 860 g auf die Waage gebracht hat. Der Packsack ist mit 15 im Bezug auf 18 g auch leichter geworden. Im Packmass kommt man nun auf 23 x 11 statt 16 cm.

Wir hatten auf HikingGear bereits die Exped Downmat  7 mit integrierter Pumpe, bei diesem Modell bekommt man auch wieder ein Hilfsmittel geboten. Aufblasen lässt sich die Matte nun mit dem Schnozzel Pumpbag. Ein wasserdichter Kompressionsack mit klassischem Rollverschluss ist der Sack ebenfalls, auch wenn dieser etwas zu großzügig bemessen ist. Wie der Rest der Matte, so ist auch der Schnozzel Pumpbag aus sehr leichtem Material. Da die feuchte Atemluft die Isolation beeinträchtigen kann, sollte man besonders im Winter zum Schnozzel Pumpbag greifen, mit diesem ist die Exped Matte im Nu aufgeblasen. Gegen Feuchtigkeitsaufname imprägnierte IDFL-zertifizierte Gänsedaune erlangt noch mal einen weiteren Schutz gegen die feuchte Luft. Zu den Gänsedaunen sei noch einmal gesagt, dass sie selbstverständlich weder aus Lebendrupf noch Stopfleberproduktion stammt.

Der Kern und Preistreibende Faktor bei der Isomatte ist die bereits erwähnte Daunenfüllung. Es gibt diverse Lösungen, wie man eine Isomatte wärmer bekommt, die Daune ist und bleibt die komprimierbarste und die dauerhaft aufbauschendste Isolation, dadurch ergibt sich genauso wie bei Daunenjacken, Daunenschlafsäcken usw. ein richtig kleines Packmass bei maximaler Wärme. Die vorliegende Exped DownMat UL 7 M erbringt die Wärmeleistung eines R-Wertes von 5.9.

Nun hat man sich mit den Daunen beschäftigt, aber wie kommt die Luft überhaupt ins Innere der Matte? Zwei Flach-Ventile sorgen jeweils für den Lufteinlass bzw. Luftablass. Beim Zusammenrollen, aber auch beim ausgebreiteten Zustand stehen sie nicht hervor bzw. gehen nicht ungewollt wieder auf. Anders als bei anderen Marken sind sie nicht in der Randnaht eingesetzt. Mit den getrennten Ventilen kann man die Matte rasch Befüllen und genauso schnell wieder Entlüften.

Bei Luftmatratzen im klassichen Stil hat man gern das Gefühl, dass man darauf „schwimmt“ und in den Räumen zwischen den Luftkanäle die Kälte hochsteigt. Solche Kältebrücke werden bei der Exped Downmat durch eingeschweißte, abstandhaltende Stege zwischen den daunengefüllten Kanälen verhindert. An beiden Matten-Enden gibt es weitere inwändige Stege die das „Daunenwandern“ zwischen den Kanälen verhindern sollen. Geschaffen wurde ein durch die Dicke der Matte sehr komfortables und nichtwabbelndes Luftpolster.

Bislang gibt es in den Ausführungen keine Details, die nicht auch die normale DownMat bietet. Den Unterschied macht aber hier nun der Stoff, der wie gewohnt ein superbequemer Polyesterstoff ist, jedoch ist der Stoff ein Laminat aus ultraleichtem Polyester mit inwändig auflaminiertem, absolut luftdichtem, feuchte-unempfindlichem TPU-Film. Auf dem Oberstoff erkennt man die typische Bienenwabenstruktur, auf der man einen guten Kompromiss aus wenig rutschen, aber denoch leicht drehen vorfindet. Egal welche Matte man nun von Exped mit dieser Struktur im Oberstoff hatte, man war rundum zufrieden und genoß einen ruhigen Schlaf. Hochfrequenzverschweisst wären zwar auch die Nähte und dadurch auch robust wie es auch der Rest der Matte den Anschein erweckt, trotzdem gibt es von Seiten Exped nur 2 Jahre statt 5 Jahre Garantie. Exped begründet dies damit, dass der Stoff der UL-Version nicht gleich robust und durchstichfest wie bei den Normalversionen ist.

Fazit

Eine warme Isomatte ist in der Regel entscheidener als ein warmer Schlafsack, die Exped Isomatte ist so eine besagte Isomatte, die man dank dem oben genannten Temperaturbereich in winterlichen Nächten nicht missen mag. Eine große Auswahl bzgl. der Größen und Modelle bietet hierbei der Shop der Biwakscharte.

Der neue Kompressions- und Packsack ist erst einmal gewöhnungsbedürftig, klappt aber deutlich besser, als der Pumpsack zum Beispiel von der Therm-a-Rest X-Therm. Aus unserer Sicht könnte der Packsack vielleicht etwas kleiner sein, aber in der Größe lässt sich die Matte natürlich deutlich schneller befüllen.

Insgesamt hinterlässt die Exped Isomatte einen sehr guten Eindruck und man freut sich jetzt schon auf die nächsten Nächte im Fjell.