Columbia Shimmer Me™ Jacke mit Kapuze – Kunstfaserjacke mit Omni-Heat im Test

Columbia Shimmer Me™ Jacke mit Kapuze – Kunstfaserjacke mit Omni-Heat im Test

8. Januar 2013 0 Von Redaktion | HikingGear.de

Nicht nur Daunenjacken bieten ordentlich Isolation unterwegs, sondern natürlich auch Kunstfaserjacken. Mit einer guten Kunstfaserfüllung und kombiniert mit leichten Stoffen, hat man auch hier keine schweren Jacken am Leib.

Während die Daunenjacken meist in Pausen oder abends im Camp getragen werden, kommen die Kunstfaserjacken bei uns auf Trekkingtouren immer dann zum Einsatz, wenn auf Tour die Jacke dauerhaft unter einem Rucksack getragen wird.  Eines dieser Modelle kommt übrigens von der Marke Columbia Sportswear, welches wir Euch nun nachfolgend vorstellen wollen.

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Mit der heutigen Jacke hat die amerikanische Marke neben dem uns vorliegenden Exemplar für Frauen, auch noch eins für Männer im Sortiment. Vor einiger Zeit hatten wir bereits die Columbia Shimmer Me Timbers für Männer vorgestellt, nun gibt es dazu auch schon einen Nachfolger, das Columbia Sportswear Shimmer Me Timbers™ II Jacket. Auf HikingGear beschäftigen wir uns nun weniger mit dem Nachfolger, sondern vielmehr mit Columbia Shimmer Me™ Jacke mit Kapuze für Frauen. Männer dürfen gerne weiterlesen, denn bis auf den Schnitt gibt es kaum Punkte, die sich grundlegend vom Herrenmodell unterscheiden.

Columbia Shimmer Me™ Jacke mit Kapuze

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Die Columbia Jacke nur als eine „normale“ Kunstfaserjacke zu beschreiben, wird der Jacke nicht gerecht. Anders als bei den sonst üblichen Jacken hat man hier noch eine dünne Lage, das sogenannte Omni-Heat auf der Innenseite. Neben der Kunstfaserfüllung als Isolierung geht Columbia einen inzwischen bekannten Schritt weiter und stattet die Jacken für kühle, winterliche Tage mit einer thermoreflektierenden und isolierenden Schicht aus. Es ist eigentlich unterm Strich das gleiche Prinzip wie bei einer Aluminiumfolie, die man beim Kochen z.B. um einen Braten oder dergleichen wickelt. Die Wärme wird reflektiert und das Innere bleibt länger warm, da die Hitze nun nicht ungehindert nach außen abgegeben werden kann. Auch wenn im Prinzip die Alumiumfolie und die Omni-Heat Thermal Reflective Technologie einige Gemeinsamkeiten haben, so bietet die Columbia Technologie nicht die von der Aluminiumfolie bekannten Nachteile. Man kann die Jacke so z.B. beliebig oft knittern, falten, in den Rucksack stopfen oder dergleichen, ohne dass die Omni-Heat Schicht negative Folgen davon trägt. Desweiteren ist der Tragekomfort deutlich besser, denn das Omni-Heat bietet nicht nur eine „Lochsieboptik“, sondern es ist ist dadurch auch in der Atmungsativität überlegen. Kondenswasserbildung wie bei der herkömmlichen Aluminiumfolie gibt es hier also nicht zu erleben. Hinter der Omni-Heat Thermal Reflective Technologie verteilen sich 100 g OMNI-HEAT ISOLIERUNG (50 % Polyester/50 % recyceltes Polyester OH). Die Jacke ist relativ dünn für eine Winterjacke, bietet dafür aber gerade mit Blick auf den Trekkingeinsatz den Vorteil, dass man darin nicht wie ein Michelin-Männchen ausschaut bzw. die Bewegungen beeinträchtigt werden.

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Nachdem man sich mit der auffälligeren Innenseite auseinander gesetzt hat, lohnt sich der Blick auf die Außenseite, wo robustes Ripstopnylon Schmutz und Regen abhält. Wie auch schon bei vielen anderen Jacken, Rucksäcken und Schuhen von Columbia kommt hier das besonders wasserabweisende Omni-Shield® zum Einsatz. Eine zusätzliche Softshelljacke wird man mit Blick auf Trekkingtouren und dem notorisch geringen Platz im Rucksack nicht mehr einpacken müssen. Leichten Regen oder im Winter das typische Schneetreiben kann man in der Jacke sehr gut aushalten, ohne dass man direkt zur wasserdichten Hardshell greifen muss. Gänzlich auf eine Hardshelljacke kann man auch hier nicht verzichten. Ist jemand bereits im Besitz einer Columbia Hardshell, so könnte man die Shimmer Me Jacke durch das Reißverschluss- und Dreipunkt-Wechselsystem in diese integrieren und beide Jacken im Alltag zu einer Doppeljacke verwandeln.

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Nun aber mal zu den Details, wo man sich doch zuvor ausschließlich mit den Materialien beschäftigt hat. Mit Blick auf winterliche Einsätze bzw. auch schon im deutlich größeren Zeitraum von Herbst bis Frühling, ist eine Kapuze an so einer Zwischenschicht ratsam. In der Regel haben die Hardshelljacken nur eine dünne wasserdichte Kapuze und man wird ohnehin zu einer Mütze bzw. zusätzlich zu einem Schutz am Hals greifen. Wem das jedoch nicht reicht, der kann nun mit einem Modell wie eben der Columbia Shimmer Me™ Jacke die Kapuze der Jacke in die der Hardshelljacke legen und so neben der üblichen Mütze noch mehr Isolation am Kopf erhalten. Die Jacke solo als Außenjacke getragen, wird mit der fest angebrachten und verstellbaren Sturmkapuze unterwegs keine Probleme bekommen. Wie es in der Regel üblich sein sollte, so kann man das Volumen der Kapuze leicht auf der Vorderseite einstellen. Zur Erleichterung der Bedienbarkeit und zur Einstellung der Kapuze verläuft das elastische Band vorne durch zwei außenliegende Kunststoffkanäle. Einziges Manko an der Einstellung wäre eventuell das Fehlen von  Verlängerungen oder Hilfsmitteln an der elastischen Kordel, ähnlich dem, was man z.B. am Tunnelzug am Saum bzw. an einer Norrona Jacke bewundern konnte. Hier hätte man auch noch mit Fäustlingen gute Bedienbarkeit garantiert, da sich die textilen Verlängerungen leichter greifen lassen, als z.B. so ein dünnes Band. Prinzipiell muss man aber auch hier nur mit einem Finger in die sich automatisch bildende Schlaufe greifen und vom Gesicht wegziehen.

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Im Punkt der Taschenanzahl bietet die Jacke die gewohnte Anzahl an Innen- bzw. Außentaschen. Eine Sicherheitsinnentasche könnte so z.B. beim Wintertrekking dafür genutzt werden elektronische Geräte oder Akkus nah am Körper vor der Kälte zu schützen. Die beiden äußeren Reißverschlusstaschen liegen wiederum knapp unterm Häuftgurt vom Trekkingrucksack und könnten während der Pausen auf Tour dazu dienen, die Hände wieder zu wärmen. Nicht vergessen sollte man hierbei die Pulswärmer womit die Jacke ausgestattet ist. Durch die Daumenlöcher wären diese immer stramm rausgezogen und würden so in Verbindung von Handschuhen und Jacke eine Kältebrücke verhindern bzw. den Einsatz von Handschuhen bei herbstlichen Temperaturen erst einmal hinaus zögern.

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Fazit

Mit der Columbia Shimmer Me™ Jacke mit Kapuze hat man eine in Relation zu anderen Kunstfaserjacken relativ günstige Jacke (139,95 €) gefunden, die wiederum dank der inneren Werte sich von den teureren Modellen absetzt. Gerade der Ansatz eine Kunstfaserfüllung mit der auch schon bei uns bewährten Omni-Heat Technologie zu kombinieren, macht die Jacke noch einmal deutlich wärmer bei der gleichen Menge Kunstfaser im Innern. Unterm Strich eine wärmere Jacke ohne dass die Kunstfaserjacke als solches dicker und schwerer wird.

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Vom Tragekomfort gibt es nichts zu bemängeln. Sie ist vom Schnitt vielleicht optisch minimal länger als die ein oder andere technische Hardshell bot aber im Einsatz als Mittelschicht keine nennenswerte Nachteile unter den bei uns genutzen Regenjacken. Im Soloeinsatz gibt es dann erst recht keine Beanstandung, denn sie liegt eng genug an, stört nicht, wenn man darüber einen Rucksack trägt und gleichzeitig ist jede Tasche noch gut zu erreichen.